Ein Bericht anlässlich des 20-jährigen Bestehens als Aktiengesellschaft

Seit zwei Dekaden steht die von steirischen Schweinepraktikern gegründete AniMed Service Aktiengesellschaft im Besitz der österreichischen Nutztierpraktiker. Grund genug, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen – und natürlich, um zu feiern!

Dabei begann die Geschichte des kleinen österreichischen Unternehmens schon viel früher:

1979, fast zeitgleich mit der Gründung des Schweine-Gesundheitsdienstes, beschlossen vier engagierte Praktiker in der Steiermark, den Bedarf nach einer gemeinsamen Service-Einrichtung für Nutztierpraktiker aus eigener Kraft zu decken. Ein Unternehmen, das Ergänzungsfuttermittel und Fütterungsarzneimittelvormischungen auf höchstem Standard anbietet und zusätzlich als Anlaufstelle für Service rund um die Bestandsbetreuung und
Fortbildung der Tierärzte dienen soll, war die Vision, die in den folgenden Jahren auch umgesetzt wurde. Bis 1992 war das Unternehmen zu einer etablierten Größe herangewachsen, und nicht nur bei den steirischen Kunden gefragt. In diesem Jahr fiel auch die Entscheidung, die Teilhabe der Tierärzte zu verstärken, indem aus der ursprünglichen GmbH eine Aktiengesellschaft wurde. 78 Aktionäre – allesamt praktizierende Tierärzte – wurden im Rahmen der ersten Hauptversammlung 1992 dokumentiert. Ein kurzes Intermezzo mit der Raiffeisen Ware Austria als wesentlichen Aktieninhaber bestätigte die Philosophie der Gründer, dass ausschließlich Veterinärmediziner in den Genuss der Teilhaberschaft des kleinen, aber stets umsatzstarken Unternehmens kommen sollen.

Von Praktikern – für Praktiker

Im Jahr 2005, aus der ursprünglichen „Agrar-Service GmbH“ war durch Übernahme der „animed Veterinärpharmazeutika GmbH“ im niederösterreichischen Pöchlarn die „AniMed Service AG“ geworden, bezog man den neuen Standort in Dobl, nur wenige Kilometer südlich von Graz. Ausgestattet mit einer komplett neuen Produktionsanlage und einem neuen, weitläufigeren Lager, setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs bis heute konsequent fort. Bald folgten weitere Tierärzte als Aktionäre dem Motto „Von Praktikern – für Praktiker“, die Fortbildungsveranstaltungen, stets gekoppelt mit sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkten, sind legendär.

Die ganze Palette

Bis heute liegt das Kerngeschäft der AniMed Service AG im Bereich der pulverförmigen Arzneimittel für Nutztiere. Den Schwerpunkt bilden dabei antimikrobiell wirksame Arzneimittel – insgesamt 22 Präparate aus sechs Wirkstoffgruppen stehen in bis zu drei verschiedenen Packungsgrößen zur Verfügung. Neben pulverförmigen Antiparasitika, die für Schweine, Rinder, Pferde und sogar Lamas zugelassen sind, wird seit einigen Jahren auch fleißig am Portfolio der Injektabilia gefeilt, das heuer auf vier Produkte anwachsen wird. Mit dieser „ganzen Palette“ ist gerade in der heutigen Zeit auch eine große Verantwortung verbunden, wie der Vorstand, Mag. Ruth Elke Hellmich-Postler, erklärt: „Antimikrobiell wirksame Pharmazeutika rücken gerade im Nutztierbereich vermehrt in das Zentrum des
medialen Interesses. Als Hersteller ist es uns ein großes Anliegen, den Diskussionen rund um den Antibiotikaeinsatz im tiermedizinischen Bereich offen und mit umfassendem Wissen um die Faktenlage zu begegnen. Wir stehen unseren Kunden mit Beratung zum Einsatz unserer Medikamente jederzeit zur Verfügung – und wir wollen das Thema im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen gezielt weiter verfolgen.“ Schließlich seien es die Praktiker, die den Erfahrungsschatz der Gegenwart versammeln – und die von den Entscheidungen von morgen getroffen werden. Umso wichtiger ist es, so Hellmich-Postler, als Hersteller den Kontakt zu den Anwendern zu pflegen: „Nachdem die AniMed Service AG im Eigentum der österreichischen Nutztierpraktiker steht, ist das für uns von elementarem Interesse.“ So sind auch Ideen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge jederzeit willkommen. „Wir sind so gut wie die Summe unserer einzelnen Teilhaber – dieses Potenzial gilt es zu nutzen!“

20 Jahre – und kein bisschen müde!

Für die kommenden Jahre hat man sich daher einiges vorgenommen. Neue Produkte, die nicht nur den Trends in der Anwendung, sondern auch der immer stärker voranschreitenden Spezialisierung der Kollegenschaft für einzelne Spezies Rechnung tragen, werden das Portfolio bereichern. Zudem werden wieder vermehrt Fortbildungsveranstaltungen aus dem gesamten Spektrum der Veterinärmedizin und des Praxismanagements angeboten – und zwar nicht nur für Nutztierpraktiker.